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Transitus (SIE)

Montag, eine Woche später:Sie war etwas spät dran, was sonst gar nicht ihre Art war, aber das Wetter liess es nicht zu, dass man sich für das am Vorabend herausgehängte Kleidungsstück vorbehaltlos entscheiden konnte. Statt des Hosenanzuges in schwarz, den sie sich gestern zurecht gelegt hatte, entschied sie sich für einen Business-Rock in der gleichen Farbe, dazu eine Bluse, die, wie sie vor dem Spiegel feststellte, für den roten BH einfach zu durchscheinend war.

Also wählte sie einen glatt weissen BH mit nur wenig Spitze am Oberrand, natürlich das passende Höschen dazu und einen Blazer im Ton des Rocks. Auf Strümpfe verzichtete sie und entschied sich für ein paar halbhohe Schuhe- diese aber in Rot- ein wenig Sexiness musste sein!Gerade noch rechtzeitig bog sie mit ihrem Wagen auf den Parkplatz des Bürokomplexes, leider waren alle Parkplätze, die sie sonst bevorzugte, schon belegt, sehr weit hinten rangierte sie ein und atmete einmal tief durch, bevor sie den kleinen fußmarsch auf sich nahm.

Ihr Blick wanderte über die Glasfassade… zum Zimmer ihres Chefs… Genau: da stand er, hochgewachsen, im grauen Anzug, entspannt eine Tasse Kaffee in der Hand… und wie es schien, jeden ihrer Schritte beobachtend. Sie spürte eine imaginäre Schweißperle auf ihrer Stirn, schaute auf die Uhr… noch 30 Sekunden und noch 50m bis zum Haupteingang- dann bog sie nach links ab, der Seiteneingang war näher und so entkam sie dem Blick Ihres Büroleiters, den sie so wenig einordnen konnte.

Sie schlüpfte durch die Tür, zog sich den Blazer aus, ihr war warm, warum nur… langsam ging sie zum Fahrstuhl, wartete auf den Aufzug, als es „Blong“ machte und sich die Tür öffnete… stand er da, halb vorwurfsvoll, halb schmunzelnd, liess sie nicht aus den Augen, ein Hitzeschauer wechselte sich mit einem Kälteschauer ab… „Kommen Sie, wir fahren gemeinsam nach oben, ich muss sowieso mit Ihnen sprechen!“Ihr war bewusst, dass sich in diesem Moment ihre dicken Spitzen sehr deutlich unter dem Stoff von BH und Bluse abzeichneten, trotzdem stellte sie sich ihm direkt gegenüber, den Blazer locker über dem Arm mit ihrer Handtasche gehängt, vielleicht entspannte den jungen Mann dieser Anblick etwas, denn wer wusste schon, was er mit ihr heute besprechen wollte.

Sein Lächeln war unergründlich und war sie gerade noch selbstsicher wegen ihrer Wirkung auf ihn, verlor sich dies mit jeder Etage auf dem Weg nach oben, bis sie das Gefühl hatte, ganz weiche Knie zu bekommen… so gut es ging konzentrierte sie sich, straffte sie sich, bevor sie aus dem Fahrstuhl ging, vor ihm zu seinem Büro laufend, seine Blicke in ihrem Rücken nur zu deutlich spürend… auf ihrem Rücken, ihrem Arsch, ihren Schenkeln…- in ihr kämpften Engel und Teufel miteinander, wie sie zu reagieren hätte, was vernünftig wäre, was ihr gefallen würde… Sie erreicht sein Büro nur kurz vor ihm, er hat den Abstand aufgeholt, steht nun ganz nah bei ihr, als sie sich umdreht… ´Gott, dieser Duft nach Zitronenzester..´geht es ihr durch den Kopf, dann hört sie seine Stimme, spürt sie seine Hand auf ihrem… ja beinahe auf ihrem Arsch, als er sie ins Büro schiebt, dort bleibt sie vor ihm stehen, dreht sich energisch um… wieder spricht er zu ihr, ohne das sie seine Worte versteht… doch er erkennt ihre Situation, entscheidet für sie beide und fasst sie mit einer Hand sanft am Arm, mit der anderen im Nacken….


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