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Junggesellenabschied (Erlebnis)

Junggesellenabschied (Erlebnis)Jetzt geht es endlich los, dachte ich! Ein User lud mich zum Junggesellenabschied ein, als Unterhaltungseinlage. Man buchte mich für einen Strip und ich sollte mich für das Buffet zur Verfügung stellen, so als Leckerei belegt mit Leckereien. Neun Männer sollten es sein, die mich empfangen sollten. Gut. Es waren neun, darunter der Bräutigam. Sie waren alle zwischen Mitte zwanzig und Anfang dreißig Jahre alt. Neun Männer auf einen Streich! Ich platze vor Lust.

Die Örtlichkeit lag knapp 70 Kilometer entfernt, mein Mann fuhr mich. Was sollte ich anziehen, fragte ich mich vorher tagelang. Overknees mussten es sein, das stand fest. Meine langen Beine sind für solche Stiefel wie geschaffen. Dann hautfarbene halterlose Strümpfe, die nur knapp unter meinen Minirock reichten. Die Spitze blitzte neckisch hervor. Unter dem Rock einen knappen Tanga, passend dazu einen BH aus weißer Spitze. Am Oberkörper eine Bluse, die ich vorn zu einem Knoten band, daher etwas bauchfrei.

In diesem Outfit würde ich jeden bekommen. Schon draußen hörte ich Stimmen und Gelächter. Mein Mann „lieferte“ mich ab, Gejohle vom Feinsten. Ein junger Mann stellte sich als der vor, der mich für diesen Tag gebucht hatte, übergab mir das Geld für meinen Einsatz. Dann schlich die Zeit dahin, man würde mir sagen, wann es losgeht. Fragen, Blicke und obszöne Sprüche prasselten auf mich ein. Es zog sich, die Männer waren schon sehr angeheitert.

Niemand faste mich an, machte nicht einmal einen Versuch. Dann endlich! Es wurde Musik eingespielt und ich begann mich tänzelnd vor den Männern zu bewegen, näherte mich ihnen und machte dabei sehr eindeutige Bewegungen. Jemand öffnete mir den Knoten der Bluse und dann auch die Knöpfe. Ich streifte sie ab. Gejohle. Es ging weiter, immer um die Herren herum. Der Rock fiel. Erste behutsame Berührungen meines Körpers. Ich ließ mir den BH öffnen und auch er fiel.

Bier und Schnaps floss in Strömen, nicht für mich. Meine Bewegungen wurden eindeutiger und ich musste die Männer auffordern, mich zu berühren. Zaghaft taten sie es. Schließlich fiel aus der Slip und ich tanzte vor jedem Einzelnen und spreizte die Beine. Nur ein Gast griff mir an die Schnecke, nur ein Einziger! Dafür hagelte es Komplimente für meinen jugendlich aussehenden Körper, für die straffen kleinen Brüste und die rasierte Möse. Sie wendeten sich lieber dem Alkohol zu.

Dann wurde Essen geliefert, auf Platten, nicht auf mir. Dem Lieferanten, einem Herrn um die 50, wären fast die Augen rausgefallen, als er mich sah. Ich sollte mich auf den Tisch setzen, auf dem das Essen abgestellt wurde. Hinsetzen? Also keine Leckereien auf meinem Körper? Nein, nichts dergleichen. Meine Lust, die ich mitgebracht hatte, war verflogen. Neun Männer und niemand von ihnen hatte den Mut mich intensiv zu berühren. Nicht einmal, als ich ihnen an die Hosen griff.

Allein der Bräutigam war etwas anders gestrickt. Er war der, der mir seinen Finger in das Döschen steckte. Ich flüsterte ihm noch ins Ohr, dass er mich haben könnte. Nein, er wäre treu. Depp. Seine Kumpane forderten ihn auf diese letzte Chance vor der Ehe zu nutzen! Es passierte nichts. Jemand sagte noch: „Also ich würde es an deiner Stelle machen!“ Ich wandte mich ihm zu und bot mich an. Er öffnete die Hose, aber sein kleiner Begleiter blieb klein.

Peinliche Stille im Raum. So verstrichen die zwei Stunden und ich blieb ungevögelt. Außer ein paar Händen war nichts, rein gar nichts. Neun Männer da und keiner wollte. Ich zog mich an und ging. Draußen wartete mein Mann geduldig und hoffte auf eine vollends durchgebumste und zufriedene Frau. Er bekam eine frustrierte Zicke. Es ist nicht zu verstehen, es bietet sich eine Frau eindeutig an und keiner nimmt sie! Alkohol? Feigheit? Fehlende Standfestigkeit? Die Runde an sich? Eine Erklärung habe ich nicht, aber ein Fazit: Es war mein erster und auch mein letzter Junggesellenabschied.

Ich glaube nun zu wissen, warum ich mich auch zu Frauen hingezogen fühle. Sex gab es an diesem Tage nicht einmal mehr daheim, viel zu enttäuscht war ich.


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